Soziale Arbeit

Die Aktion "Soziale Arbeit ist mehr wert" fand in Frankenberg am 30. Oktober einen würdigen Abschluss. Mit einem Infostand vor der Sparkasse ist es gelungen nochmals Öffentlichkeit für dieses Thema herzustellen.

Aktion beendet

Die Initiative des Fachbereichs Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen zur Aufwertung der Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen ist am 30. Oktober 2007 erfolgreich beendet worden. Der Slogan „Soziale Arbeit ist mehr wert!“ hat in der Öffentlichkeit und insbesondere bei den Beschäftigten in Sozialeinrichtungen eine hohe Akzeptanz gefunden. Die Aktionserfahrungen werden in die kommenden Tarifauseinandersetzungen eingebracht:

Soziale Arbeit hat einen Preis - die Beschäftigten haben mehr verdient und fordern eine ordentliche Gehaltserhöhung.
17.01.2008

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Soziale Arbeit ist mehr wert, weil ...

Kirsten Levsen

Kirsten Levsen, Sozialpädagogin

Foto: Antje Mohr


Der Umgang mit Menschen erfordert ein hohes Maß an Verantwortung.

Soziale Arbeit ist Verantwortung


Heidrun Bornau,

Heidrun Bornau, Stationshilfe

Foto: Antje Mohr


Menschen können nicht in eine Form gegossen werden. Menschen sind keine Form.

Soziale Arbeit ist einzigartig.


Michael Passior

Michael Passior, Heilpädagoge

Foto: Privat


Auch mal gesagt zu bekommen“ Ja, sie sind ihr Geld wert“. Nicht immer nur als  Kostenfaktor behandelt zu werden.

Soziale Arbeit ist menschliche Wertschätzung.


Da stimmt was nicht!

Was ist der Gesellschaft mehr wert: die Reparatur eines Autos oder die Pflege eines Kranken? Die Arbeitsstunde in einer Autowerkstatt kostet oft doppelt soviel wie die Arbeitsstunde eines ambulanten Pflegedienstes. Es wird als „natürlich“ angesehen, dass soziale Dienstleistungen billig zu erbringen sind. Und immer mehr wird als selbstverständlich angesehen, dass sich de Staat aus seinen Aufgaben und Verpflichtungen im sozialen Bereich zurück zieht. Daran haben sich viele Menschen hier im Land bereits gewöhnt. Dagegen setzen wir unsere Aktivitäten, denn

Soziale Arbeit ist mehr wert!

Die Arbeit in Krankenhäusern, Altenheimen, Kinder-, Jugend- und Behinderteneinrichtungen, Pflegediensten und Rehaeinrichtungen, Beratungsstellen und Rettungsdiensten erfordert Fachwissen und eine qualifizierte Ausbildung. Überall hat sich die Situation in den letzten Jahren grundlegend geändert:

  • Die Arbeitsintensität ist in den letzten Jahren dramatisch gesteigert worden; immer weniger Beschäftigte müssen immer mehr leisten.

  • In den meisten Arbeitsbereichen ist die Arbeit körperlich anstrengend, Schichtarbeit ist notwendig und die psychische Belastung steigt immer mehr.

  • Das „Normalarbeitsverhältnis“ – eine unbefristete volle Stelle bezahlt nach Tarifvertrag – wird zur Ausnahme. Stattdessen immer mehr befristete Arbeitsverhältnisse und Bezahlung unter Tarif.

Diese Entwicklung ist kein Naturgesetz. Sie ist politisch so gewollt und mit Gesetzen flankiert worden.

Dem halten wir entgegen:
Unsere Argumente dagegen